CO - Abhängigkeit - DNB e.V. LV NDS

Die Neue Basis e.V. LV NDS
Suchtselbsthilfe in Niedersachsen
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CO - Abhängigkeit

Themen
Was unter  Coabhängigkeit zu verstehen?
Coabhängigkeit (Koabhängigkeit) ist eine Bezeichnung für Verhaltensweisen von Bezugspersonen des Alkoholabhängigen, mit denen das  Suchtverhalten des Betroffenen unterstützt und eine rechtzeitige  Behandlung verhindert werden. Es handelt sich dabei meist um eine  unbewußte Verbündung der Bezugspersonen mit dem Abhängigen, d. h.  der Außenstehende wird zum Teilhaber an der Erkrankung und trägt  ungewollt zu einer Verlängerung der Erkrankung bei.
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Nach  Schneider (1997) zeigen  Personen (Ehepartnerinnen, Geschwister, Kinder, Freundinnen,  Arbeitskolleginnen, Therapeutinnen) coabhängiges Verhalten,  wenn sie:
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Verantwortung für den Abhängigen übernehmen
sein  Verhalten entschuldigen oder rechtfertigen
ihm  Belastungen abnehmen oder ersparen wollen.
sein  Verhalten kontrollieren, indem sie z. B. Verstecke, in denen der  Abhängige sein Suchtmittel verbirgt, suchen oder ihn z. B. vom  Alkohol und Trinkanlässen fernhalten oder ihn beim Lügen  ertappen wollen u.s.w.
unaufrichtig  dem Abhängigen, anderen Personen oder sich selbst gegenüber  sind, was die Tatsachen und Gefühle im Hinblick auf die  Abhängigkeit betrifft
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Sucht wirkt sich in unterschiedlicher Hinsicht auf die Familie und  im sozialen Umfeld wie z. B. am Arbeitsplatz aus. Wer gibt schon  gerne zu, dass der Mann, die Frau, die Mutter, der Vater oder das  Kind Alkoholiker ist und oft bis zur Besinnungslosigkeit trinkt? Wer  möchte, dass die ganze Verwandtschaft mit dem Finger auf ihn zeigt  und sagt: "Da, deren Mann ist Alkoholiker!" In fast allen Fällen  hilft die Familie dem Abhängigen, das Problem zu verheimlichen. Er  wird früh geweckt, die Sachen werden gesäubert, es werden Ausreden  gesucht und gebraucht und vieles mehr. Die Familie übernimmt  Arbeiten und Verpflichtungen, die der Abhängige selbst nicht mehr  leisten kann. Im Extremfall holen die Partner oder die Kinder noch  das Bier, damit niemand sieht, wie der Betroffene durchs Gelände  torkelt. Diese Verhaltensweisen tragen aber nur dazu bei, dass der  Abhängige weiter trinken kann, ohne Konsequenzen befürchten zu  müssen.
Allmählich entsteht ein Teufelskreis aus Drohungen, Erpressungen und  Nachgeben. Die Trennung wird angedroht, der Betroffene verspricht,  sich zu ändern. Er bricht sein Versprechen, aber die Trennung wird  nicht vollzogen. Der Trinker muss sich nicht ändern, und er weiß das  genau. Die ständigen Auseinandersetzungen werden zum Nervenkrieg, in  dem alle nur verlieren können.
Als Folge dieses coabhängigen Verhaltens geraten Coabhängige  zunehmend selbst in Schwierigkeiten und benötigen, ohne es zu  wissen, oft ebenso Hilfe wie der Abhängige selbst. Dies ist u. a.  darauf zurückzuführen, dass das psychische Wohlbefinden des  Coabhängigen mehr und mehr von einigen der o. g. Verhaltensweisen  abhängt. So muss er z. B. befürchten, den Partner zu verletzen, ihm  zu schaden oder selbst an Ansehen zu verlieren, wenn er das  Verhalten des Partners nicht entschuldigt oder rechtfertigt. Es  stellt sich das Gefühl ein, nicht mit dem coabhängigen Verhalten  aufhören zu können, und sehr häufig gibt es auch vernünftig  klingende Begründungen dafür. Es entsteht ein weiterer Teufelskreis,  denn je hilfsbedürftiger der Alkoholiker wird, um so mehr kümmert  sich der Coabhängige um ihn und um so enger dreht sich die Spirale  der Coabhängigkeit.
Um  sich von coabhängigen Verhaltensmustern zu befreien, sollten sich  die Betroffenen an eine Suchtberatungsstelle oder an eine  Selbsthilfegruppe wenden. Über diese Wege kann der Kontakt zu  ebenfalls Betroffenen hergestellt werden, der für die Beseitigung  coabhängigen Verhaltens fundamental sein kann. Außerdem kann nach  Schneider (1997,  verändert) die Beherzigung folgender Ratschläge hilfreich sein:
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Ich kann am  Alkoholkonsum des Abhängigen (Partner, Vater, Mutter, Kollege u.  a.) nichts ändern. Er ist krank und er "muss" noch trinken.  Obwohl der Alkoholkonsum mir nicht gleichgültig ist, drohe ich  nicht mehr und kontrolliere nicht mehr.
Obwohl ich  die Schwere der Erkrankung kenne, toleriere ich das Verhalten  des Abhängigen und die Auswirkungen auf mich nicht. Ich setze  mir klare Grenzen und werde diese Grenzen mit allen Konsequenzen  auch ziehen.
Ich tue  unter den gegebenen Umständen etwas für mich, d. h. ich versuche  so gut wie möglich zu leben und Zufriedenheit zu finden.
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Natürlich wird mit der Umsetzung dieser Ratschläge nicht immer das  Problem gelöst. Außerdem ist konsequentes Handeln alles andere als  leicht, und es besteht eine emotionale Bindung zu dem Betroffenen.  Wirft man den Betroffenen nämlich raus oder verlässt ihn, dann  besteht die Gefahr, dass er endgültig verkommt. Dann hat er erstens  keinen Halt mehr und zweitens keinen mehr, der sich um ihn kümmert.
Sagen Sie die dem Betroffenen ruhig aber eindeutig, dass er ein  Alkoholproblem hat, mit dem er alleine nicht fertig wird. Vermeiden  Sie dabei Schuldzuweisungen und Vorwürfe. Überzeugen Sie vielmehr  den Abhängigen, dass seine Sucht eine Krankheit wie jede andere ist.  Machen Sie ihm klar, dass man dagegen etwas tun kann. Fordern Sie  ihn auf, zur Suchtberatung, zu einer Selbsthilfegruppe oder zu einem  Arzt oder Therapeuten zu gehen. Bieten Sie dem Betroffenen an  mitzugehen. Wenn Suchtkranke erkennen, daß sie Hilfe benötigen und  wenn sie bereit sind, diese Hilfe anzunehmen, besteht Hoffnung auf  Veränderung. Sie können helfen, dieses erste Ziel zu erreichen.

Co – Abhängigkeit ist ein Leiden, das dann entsteht, wenn man sein Eigentliches Selbst aufgibt, um innerhalb eines gestörten Familien – oder Beziehungssystems überleben zu können.
Co – Abhängige sind so stark auf das Verhalten anderer bezogen und durch dieses bestimmt, das sie kaum mehr Beziehung zu sich selbst haben.
Co – Abhängige kennen also ihr wirkliches Selbst nicht ( mehr ). Sie haben gelernt, es unter Verschluß zu halten, das die Gefühle für ihr Selbstwert und die Verbindung zu anderen gestört sind. Co – Abhängigkeit führt zu Stress, Leiden, gestörten Beziehungen und körperlichen Krankheiten.
Sie wiederum selbst zum Auslöser von süchtigem Verhalten wie Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Essstörungen oder Arbeitssucht werden.

Was geschieht heute mit Ihrem Kind?

Erwachsene Kinder von Alkoholikern haben keine klare Vorstellung davon, was normal ist.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern fällt es schwer, ein Vorhaben von Anfang bis Ende durchzuführen.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern lügen, wo es ebenso leicht wäre
die Wahrheit zu sagen.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern verurteilen sich gnadenlos.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern fällt es schwer, Spaß zu haben.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern nehmen sich sehr ernst.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern haben Schwierigkeiten mit
Intimen Beziehungen.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern zeigen eine Überreaktion bei Veränderungen, auf die sie keinen Einfluß haben.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern suchen ständig Anerkennung
und Bestätigung.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern haben meistens das Gefühl,
anders zu sein als andere Menschen.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern sind entweder übertrieben verantwortlich oder verantwortungslos.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern sind extrem zuverlässig, auch
Wenn offensichtlich ist, das etwas oder jemand diese Zuverlässigkeit nicht verdient.

Erwachsene Kinder von Alkoholikern sind impulsiv. Sie neigen dazu,
sich mit Verhaltensweisen festzurennen, ohne alternative Handlungsmöglichkeiten oder eventuelle Konsequenzen ernsthaft zu bedenken. Diese Impulsivität führt zu Verwirrung, Selbstverachtung
und Kontrollverlust über ihre Umgebung.
Das Resultat ist, das sie enorm viel Energie aufbringen müssen, um das angerichtete Durcheinander wieder zu beheben.

Was ist mit meinen Kindern?

Im folgenden einige Richtlinien, um Ihnen zu helfen, den Problemkreis zu durchbrechen, der durch Alkoholismus in der nächsten Generation
Verursacht wird.
Es gibt Zehn einfache Punkte zu beachten:

Arbeiten Sie an sich und Ihren persönlichen Wachstum.
Hören Sie Ihrem Kind gut zu.

Sagen Sie die Wahrheit. Seien Sie ehrlich mit Ihren Kindern.

Informieren Sie Ihre Kinder.

Ermutigen Sie Ihre Kinder, zu einer Gruppe zu gehen.

Geben Sie das Verleugnen auf.

Schützen Sie Ihre Kinder nicht davor, die verheerende Auswirkungen
des Alkoholismus kennen zu lernen.

Haben Sie keine Angst, Ihren Kindern Ihre Zuneigung zu zeigen.

Es ist wichtig, dass Kindern klare Grenzen gesetzt werden.

Kinder müssen die Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen.




Nehmen Sie Konakt auf


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